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|Ansetz = 1.SV Jena : SC Apolda | |Ansetz = 1.SV Jena : SC Apolda | ||
|Ort = Stadion des 1.SV Jena | |Ort = Stadion des 1.SV Jena | ||
|Zeit = So 04.12.1932 | |Zeit = So 04.12.1932 14:00 | ||
|Zusch = | |Zusch = 2.500 | ||
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|Tore = | |Tore = | ||
* | * 0:1 Kirsch | ||
* | * 1:1 Bachmann (66.) | ||
* 2:1 Köditz (75.) | |||
* 3:1 Bachmann | |||
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==Aufstellungen== | ==Aufstellungen== | ||
; Jena : | |||
:Großkopf | |||
:Opatz , Ketteritzsch | |||
: Sturm , Werner , Grübner | |||
:Thier , Köditz , Bachmann , Schüßler , Kleinsteuber | |||
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:Irmscher | |||
:Biazek , Müller | |||
:Herfurth II , Schein , Mähler | |||
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==Spielbericht== | ==Spielbericht== | ||
[[Datei:1932-12-2 Jenaer Volksblatt.jpg|mini|Jena : SC Apolda]] | |||
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Diese Begegnung zwischen den beiden alten Rivalen um die Gaumeisterschaft war eins der schönsten Verbandsspiele , die wir in Jena gesehen haben . Auch die Apoldaer Zuschauer konnten mit Befriedigung nach Hause fahren ; denn trotz der Niederlage überraschte die Apoldaer Mannschaft nach der angenehmen Seite und verlor auf höchst ehrenvolle Weise . Sie kämpfte bis zum Schluß und zeigte ein spielerisches Können , das wohl mit Ausnahme des 1.Sportvereins keine andere Mannschaft im Gau aufweisen kann . Die Jenenser lieferten ein ausgezeichnetes Spiel und gewannen verdient . Wenn einige Spieler nicht so erfolgreich waren wie sonst , so lag das in erster Linie an der Stärke des Gegners und kann nicht als ein Versagen bezeichnet werden . | |||
Daß das Spiel einen guten Eindruck hinterließ , war nicht zuletzt das Verdienst des Schiedsrichters , der sich stets energisch durchzusetzen wußte , ohne die Spieler unnötig zu erregen . Der Bedeutung des Spiels entsprechend wurde natürlich hart und mit Einsatz des Körpers gespielt . Bis auf wenige Ausnahmen befleißigten sich jedoch alle Spieler einer fairen Spielweise und versuchten bei allem Eifer durch kluges und schönes Spiel zu Erfolgen zu kommen . Bemerkenswert war das für Fußballspiele außergewöhnliche Tempo , das allerdings die Apoldaer nicht ganz durchhielten , und das einer der Hauptgründe für ihre Niederlage war . | |||
Der Spielverlauf hielt die mit Rücksicht auf das schlechte Wetter überraschend zahlreichen Zuschauer dauernd in Spannung . | |||
Jena fängt gut an und bedrängt sofort das Apoldaer Tor . Verschiedene Chancen werden ausgelassen , da Thier für seine Flanken zunächst keine Gegenliebe bei seinen Nebenleuten findet . Apolda erholt sich bald und paßt sich dem Tempo an . Sein Sturm kommt in Schwung und wird durch seine schnellen Angriffe äußerst gefährlich . Das Spiel wendet sich . Apolda übernimmt das Kommando und drängt auf Grund der Ueberlegenheit seiner ausgezeichneten Läuferreihe . Der Mittelläufer arbeitet erfolgreicher als Werner , im Einzelkampf bleibt er stets Sieger . Seine Nebenleute unterstützen ihn mit Erfolg , besonders der linke Läufer versteht es , Kleinsteuber kalt zu stellen . Nach mehreren unausgenützen Chancen führt ein schöner Angriff des rechten Apoldaer Flügels zum Führungstor . Bald darauf ist Halbzeit . | |||
Nach der Pause begeht Apolda merkwürdigerweise den Fehler , einen Stürmer in die Läuferreihe zurückzunehmen , und zwar ausgerechnet den Rechtsaußen , der bis dahin am schnellsten den Ball vorbrachte und vom Sturm trotz allen Eifers nicht gehalten wurde . Das macht sich schnell zugunsten des 1.Sportvereins bemerkbar , zumal der Apoldaer Innensturm bald im Tempo nachließ . Die Läuferreihe Jenas wird entlastet , Werner kommt zur Geltung und zeigt ein schönes Aufbauspiel . Zunächst sind aber die Apoldaer Hintermannschaft , vor allem der linke Verteidiger und der jugendliche Torwart gut auf dem Posten . Doch der Jenaer Sturm wird immer besser . Thier , von Köditz unterstützt , gibt eine Flanke nach der anderen vor das Apoldaer Tor , bis schließlich Bachmann einmal zur Stelle ist und unhaltbar einschießt . Apolda stürmt wieder mit 5 Stürmern , die Jenenser bleiben aber überlegen und greifen weiter unentwegt an . Die Erfolge bleiben nicht aus : Köditz erzielt durch einen wunderbaren Kopfball das Führungstor , dem er bald darauf mit Bachmann zusammen ein drittes Tor hinzufügt . Apolda gibt nicht auf . Sein Sturm ist jedoch nicht mehr gefährlich und hat nur noch einmal eine Torchance , die von Großkopf zunichte gemacht wird . Die letzten Minuten stehen im Zeichen einer leichten Ueberlegenheit Jenas . | |||
Jenaische Zeitung vom 05.12.1932 | |||
==Spiele== | ==Spiele== | ||
* 1.SV Jena : SC Apolda | 04.12.1932 | ||
* SV Kahla : VfB Jena | |||
* Vimaria Weimar : VfB Rudolstadt | * 1.SV Jena : SC Apolda 3:1 | ||
* VfL Saalfeld : SC Weimar | * SV Kahla : VfB Jena 3:2 | ||
* VfB Apolda : Richthofen Weimar | * Vimaria Weimar : VfB Rudolstadt 4:5 | ||
* VfL Saalfeld : SC Weimar 5:1 | |||
* VfB Apolda : Richthofen Weimar 7:0 | |||
11.12.1932 | |||
* SC Apolda : SV Kahla 1:1 | |||
* VfB Rudolstadt : VfB Apolda 0:1 | |||
* SC Weimar : Richthofen Weimar 6:1 | |||
Aktuelle Version vom 14. März 2026, 15:08 Uhr
| Spieldaten | |
| Wettbewerb | Gauliga Ostthüringen |
| Saison | Saison 1932/1933 Rückrunde |
| Ansetzung | 1.SV Jena : SC Apolda |
| Ort | Stadion des 1.SV Jena |
| Zeit | So 04.12.1932 14:00 |
| Zuschauer | 2.500 |
| Schiedsrichter | Diener (TuB Leipzig) |
| Ergebnis | 3:1 (0:1) |
| Tore |
|
| Andere Spiele oder Berichte |
{{{Links}}} |
Aufstellungen
- Jena
- Großkopf
- Opatz , Ketteritzsch
- Sturm , Werner , Grübner
- Thier , Köditz , Bachmann , Schüßler , Kleinsteuber
- Apolda
- Irmscher
- Biazek , Müller
- Herfurth II , Schein , Mähler
- Schulz , Herfurth I , Hellmundt , Kirsch , Löhmer
Spielbericht


Diese Begegnung zwischen den beiden alten Rivalen um die Gaumeisterschaft war eins der schönsten Verbandsspiele , die wir in Jena gesehen haben . Auch die Apoldaer Zuschauer konnten mit Befriedigung nach Hause fahren ; denn trotz der Niederlage überraschte die Apoldaer Mannschaft nach der angenehmen Seite und verlor auf höchst ehrenvolle Weise . Sie kämpfte bis zum Schluß und zeigte ein spielerisches Können , das wohl mit Ausnahme des 1.Sportvereins keine andere Mannschaft im Gau aufweisen kann . Die Jenenser lieferten ein ausgezeichnetes Spiel und gewannen verdient . Wenn einige Spieler nicht so erfolgreich waren wie sonst , so lag das in erster Linie an der Stärke des Gegners und kann nicht als ein Versagen bezeichnet werden . Daß das Spiel einen guten Eindruck hinterließ , war nicht zuletzt das Verdienst des Schiedsrichters , der sich stets energisch durchzusetzen wußte , ohne die Spieler unnötig zu erregen . Der Bedeutung des Spiels entsprechend wurde natürlich hart und mit Einsatz des Körpers gespielt . Bis auf wenige Ausnahmen befleißigten sich jedoch alle Spieler einer fairen Spielweise und versuchten bei allem Eifer durch kluges und schönes Spiel zu Erfolgen zu kommen . Bemerkenswert war das für Fußballspiele außergewöhnliche Tempo , das allerdings die Apoldaer nicht ganz durchhielten , und das einer der Hauptgründe für ihre Niederlage war . Der Spielverlauf hielt die mit Rücksicht auf das schlechte Wetter überraschend zahlreichen Zuschauer dauernd in Spannung . Jena fängt gut an und bedrängt sofort das Apoldaer Tor . Verschiedene Chancen werden ausgelassen , da Thier für seine Flanken zunächst keine Gegenliebe bei seinen Nebenleuten findet . Apolda erholt sich bald und paßt sich dem Tempo an . Sein Sturm kommt in Schwung und wird durch seine schnellen Angriffe äußerst gefährlich . Das Spiel wendet sich . Apolda übernimmt das Kommando und drängt auf Grund der Ueberlegenheit seiner ausgezeichneten Läuferreihe . Der Mittelläufer arbeitet erfolgreicher als Werner , im Einzelkampf bleibt er stets Sieger . Seine Nebenleute unterstützen ihn mit Erfolg , besonders der linke Läufer versteht es , Kleinsteuber kalt zu stellen . Nach mehreren unausgenützen Chancen führt ein schöner Angriff des rechten Apoldaer Flügels zum Führungstor . Bald darauf ist Halbzeit .
Nach der Pause begeht Apolda merkwürdigerweise den Fehler , einen Stürmer in die Läuferreihe zurückzunehmen , und zwar ausgerechnet den Rechtsaußen , der bis dahin am schnellsten den Ball vorbrachte und vom Sturm trotz allen Eifers nicht gehalten wurde . Das macht sich schnell zugunsten des 1.Sportvereins bemerkbar , zumal der Apoldaer Innensturm bald im Tempo nachließ . Die Läuferreihe Jenas wird entlastet , Werner kommt zur Geltung und zeigt ein schönes Aufbauspiel . Zunächst sind aber die Apoldaer Hintermannschaft , vor allem der linke Verteidiger und der jugendliche Torwart gut auf dem Posten . Doch der Jenaer Sturm wird immer besser . Thier , von Köditz unterstützt , gibt eine Flanke nach der anderen vor das Apoldaer Tor , bis schließlich Bachmann einmal zur Stelle ist und unhaltbar einschießt . Apolda stürmt wieder mit 5 Stürmern , die Jenenser bleiben aber überlegen und greifen weiter unentwegt an . Die Erfolge bleiben nicht aus : Köditz erzielt durch einen wunderbaren Kopfball das Führungstor , dem er bald darauf mit Bachmann zusammen ein drittes Tor hinzufügt . Apolda gibt nicht auf . Sein Sturm ist jedoch nicht mehr gefährlich und hat nur noch einmal eine Torchance , die von Großkopf zunichte gemacht wird . Die letzten Minuten stehen im Zeichen einer leichten Ueberlegenheit Jenas .
Jenaische Zeitung vom 05.12.1932
Spiele
04.12.1932
- 1.SV Jena : SC Apolda 3:1
- SV Kahla : VfB Jena 3:2
- Vimaria Weimar : VfB Rudolstadt 4:5
- VfL Saalfeld : SC Weimar 5:1
- VfB Apolda : Richthofen Weimar 7:0
11.12.1932
- SC Apolda : SV Kahla 1:1
- VfB Rudolstadt : VfB Apolda 0:1
- SC Weimar : Richthofen Weimar 6:1