1938/1939 05. Spieltag: 1. SV Jena - SV Steinach 08 3:0

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Spieldaten
Wettbewerb Gauliga Mitte, 5. Spieltag
Saison Saison 1938/1939, Hinrunde
Ansetzung 1. SV Jena - SV Steinach 08
Ort 1. SV - Stadion in Jena
Zeit So 30.10.1938 14:30
Zuschauer 3.500
Schiedsrichter Reich (Weimar)
Ergebnis 3:0 (1:0)
Tore
Andere Spiele
oder Berichte


Aufstellungen

Jena
Paul Günther
Hermann Schüßler, Walter Hädicke
Hermann Malter, Heinz Werner, Kurt Beckert
Herbert Gans, Hans Ullrich, Walter Bachmann, Bernhard Schipphorst, Alfred Harthaus

Trainer: Rudolf Prokoph

Steinach
Tzschach
Wittig, Linß
Eichhorn A., Eichhorn E., Hartmann
Weigelt, Müller 2, Greiner 3, Langhammer, Wittmann

Trainer: Tzschach

Spielbericht

Auch Tzschachs Kunst war machtlos!

Mit großer Spannung sah man diesen wichtigen Kampfe entgegen und 3.500 Zuschauer wurden Zeuge eines Spiels, daß die Bezeichnung Großkampf verdient. Die Jenaer, die auf den verletzten Mittelstürmer Bernhardt verzichten mußten, waren durch den Sieg der "Griffelmacher" über den Tabellenführer Thüringen Weida genügend gewarnt und waren genau so auf Kampf eingestellt, wie die mit mehreren hundert Schlachtenbummlern erschienenen Wäldler. Vor allem der Sturm hatte sich diesmal etwas vorgenommen. Man wußte: vor acht Tagen war es vor allem Tzschach gewesen, der Sieger über Weidas Sturm blieb und von seiner Kunst konnten die Jenaer auch diesmal ein Liedchen singen. Was er leistete, war hervorragend. Wenn es beim 3:0 für Jena blieb, so ist das nur der überragenden Kunst von Tzschach zu verdanken. Wie er sich einmal Bachmann entgegenwarf, seine Paraden in wenigen Sekunden hintereinander: das muß man gesehen haben. Tzschach ist und bleibt des Gaues Mitte bester Torhüter. Und doch mußte er in Jena mit seiner Mannschaft kapitulieren. Die "Griffelmacher", die in der Tabelle so günstig platziert stehen, wollten diese Stellung weiter ausbauen. Sie scheiterten aber am 1. Sportverein Jena, der einen sehr guten Tag hatte. Der war nötig, um die Gäste einwandfrei zu bezwingen. Daß diese aber nicht einmal zum Ehrentor kamen, hatte man nicht erwartet. Es war schon beim letzten Tschammerpokalspiel am gleichen Orte, daß Steinach beim 0:1-Ausgang keinen Treffer gegen Jenas standfeste Verteidigung erzielte. Wer diesen Kampf am Sonntag in Jena sah, brauchte sich nicht viel Kopfschmerzen zu machen, um die Ursache zu finden: die Läuferreihe und die Verteidigung Jenas waren mitunter in einer gewissen Ueberform. Da war nicht zu machen für die Mannen um Müller, obwohl diese sich die größte Mühe gaben. Leider wurden einige Steinacher, da sie nichts erreichten, in ihrer Spielweise nach dem Seitenwechsel etwas sehr hart, so daß einige Kämpen der Platzbesitzer verletzt wurden. Malter, der Besten einer, sogar ausscheiden mußte. Trotzdem Jena dann nur noch zehn Mann im Felde hatte, hielt die Ueberlegenheit an, und der Angriff, in dem durch sein fleißiges, unermüdliches Spiel vor allem Schipphorst angenehm auffiel, war sogar noch erfolgreich. Mit ihm muß auch der auf Linksaußen stehende Harthaus genannt werden, an dessen Spiel man seine reine Freude hatte. Als nach einer halben Stunde Spielzeit Tzschach einen Ball fangen wollte, wurde er von Harthaus, der jeden Ball nachsetzt, so hart bedrängt, daß das Leder schließlich in seinem Tor landete. Also eine Art Selbsttor von Freund Tzschach!

Beste Spieler : Schipphorst , Werner , Malter , Beckert

(Bericht im Kicker vom 01. November 1938)


andere Spiele

  • Dessau 05 : SpVgg Erfurt 5:0 , 2.500 Z.
  • Thüringen Weida : Lauscha 07 5:3 , 1.500 Z.
  • SV 99 Merseburg : Fortuna Magdeburg 6:1 , 500 Z.


6.11.38

  • Dessau 05 : 1.FC Lauscha 07 6:0 , 8.000 Z.
  • VfL Halle 96 : Steinach 08 1:3 , 1.800 Z.